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Hoffnung auf einen "Ausreißer" nach oben

Meldung vom 30.07.21

Nach fünf Jahren mit Alexander Gazdag beginnt beim SV Hörzhausen so etwas wie eine neue Zeitrechnung.

Hörzhausen - Da passt es ganz gut, dass sich der Kader trotz des Abschieds seines geschätzten Spielertrainers keineswegs verschlechtert hat. Und da ist es nur logisch, dass der SVH in der A-Klasse Aichach wieder weiter vorne landen will als auf dem neunten Platz.

Rückblick
Das einzige, was in der vergangenen Saison für etwas "Langeweile" sorgte, war der sportliche Teil. Denn ansonsten ist beim SVH schon eine Menge passiert, begonnen mit der schweren Verletzung von Matthias Rupp im November 2019, über den angekündigten (und dann vollzogenen) Abschied von Spielertrainer Alexander Gazdag in Richtung Kühbach, der unglücklichen Trainerposse um seinen Eigentlich-Nachfolger Ferdinand Hofmann bis zur Zusammenstellung des neuen Teams. Und auch an der Abteilungsspitze gab es ja Veränderung, da Andreas Grepmair inzwischen als Nachfolger von SVH-"Urgestein" Richard Fischer übernommen hat. "Ja, bei uns im Verein ist tatsächlich eine Menge los", schmunzelt Grepmair, kommt dann aber wieder auf den "langweiligen" Bereich der Spielzeit 2019/21 zurück. "Gefühlt hatten wir schon nach dem zweiten oder dritten Spieltag weder eine Chance nach oben, noch Sorgen nach unten", erinnert sich der Abteilungsleiter. Am Ende wurde es also keineswegs überraschend ein Mittelfeldplatz, Rang neun, und damit ausgerechnet im Abschiedsjahr von Alexander Gazdag die schlechteste Platzierung in dessen Zeit beim SVH.

Trainer
Fünf Jahre mit Alexander Gazdag haben Spuren hinterlassen. Der 32-Jährige war (und ist) Teil der SVH-Familie, geschätzt für menschliche und fußballerische Qualitäten. Doch dass Dominik Bichler nun an eine solche Zeit anknüpfen kann, davon ist Grepmair überzeugt. "Er war ja schon länger unser Wunschkandidat. Und wir sind nach wie vor völlig überzeugt davon, dass er in jeglicher Hinsicht zu uns passt. " Um ihren Trainer zu bekommen, zogen sich die SVH-Verantwortlichen ja sogar den "Schiefer" ein, das bereits beschlossene Engagement von Ferdi Hofmann doch noch abzusagen. "Das ist jetzt so wie es ist", sagt Grepmair kurz und ist eben vor allem froh darüber, dass jetzt eine so passende Trainerlösung gefunden wurde. Was hinzukommt: Mit dem ehemaligen Schiltberger gibt es jetzt wieder einen richtig guten Torjäger beim SVH, darüber hinaus einen mit hervorragenden Kontakten.

Kader
Der neue Trainer habe nämlich auch ein paar neue Spieler "mitgebracht", daraus macht Andreas Grepmair keinen Hehl. "Denn natürlich sind einige vor allem wegen ihm gekommen", so der Abteilungsleiter. So ist zum Beispiel auch Dominik Bichlers Bruder Julian inzwischen ein Hörzhausener, der nun das Torwartproblem der vergangenen Jahre lösen soll und laut Grepmair auch sicher lösen wird. "Meines Erachtens ist er sogar zu gut für diese Liga", grinst der Abteilungsleiter und freut sich natürlich umso mehr, dass der 22-Jährige da ist. Insgesamt gibt es ungewohnt viele Neuerungen im SVH-Kader. Trotz Gazdags Abschied sieht Grepmair das Team daher "besser, weil noch breiter und ausgeglichener aufgestellt als in den vergangenen zwei Jahren. " Und was wohl beim SVH möglich wäre, wenn dann auch noch Matthias Rupp in seiner früheren Form zurückkäme? Der 26-Jährige trainiert gut eineinhalb Jahre nach seinem offenen Schien- und Wadenbeinbruch aktuell wieder mit der Mannschaft. "Ihn juckt's, er hat Lust. Aber wir werden da überhaupt keinen Druck aufbauen", sagt Grepmair, der betont: "Wir sind einfach froh, dass es ihm wieder so gut geht. Alles Weitere entscheidet dann in erster Linie er selbst."

Perspektive
Der Abteilungsleiter will "zurück zu Alexander Gazdags Zeiten" und er meint damit konkret die Jahre, in denen der SVH seine "Ausreißer" nach oben hatte. Ehrlicherweise muss man zwar festhalten, dass das Team punktemäßig nie bis zum Saisonende ernsthaft um den Kreisklassenaufstieg mitspielte, doch Rang drei wie in der Saison 2016/17 klingt natürlich um einiges besser als der neunte Platz aus der vergangenen Spielzeit. "Für ganz oben wird es wohl leider nicht reichen", meint Grepmair. "Doch das Potenzial, um unter die besten fünf zu kommen, sehe ich in unserem Team, sobald es sich richtig gefunden hat, auf jeden Fall. "

Tipp
"Am TSV Schiltberg führt kein Weg vorbei. " Da ist sich vor der neuen Saison in der A-Klasse Aichach wohl nicht nur Andreas Grepmair sicher. Wie der TSV seinen Kader "aufpoliert" hat, ist tatsächlich bemerkenswert. Doch sollte es über die gesamte Saison hinweg schon nicht klappen, möchten Grepmair und Co den Favoriten zumindest in den zwei direkten Aufeinandertreffen ärgern. Zur Erinnerung: Dominik Bichler war in Schiltberg ja vor seinem Wechsel zum SVH als Spielertrainer abserviert worden. "Und da möchten wir ihm natürlich keine Schande bereiten", schmunzelt der SVH-Abteilungsleiter.

SZ-Prognose
Zehnter, Vierter, Dritter, Achter, Vierter und Neunter. Oder mit anderen Worten: Seit seinem Aufstieg in die A-Klasse vor sieben Jahren ist der SV Hörzhausen ein richtiges Mittelfeld-Team mit leichter Tendenz nach oben. Und das wird wohl auch so bleiben. Für die ersten beiden Plätze müsste nämlich schon von Beginn an wahnsinnig viel rund laufen, sie sind eher für andere - in erster Linie den TSV Schiltberg - "reserviert". Dahinter kann sich der SVH mit seinem Kader aber locker einreihen. Es geht also eher um Platz drei bis fünf als um Platz acht bis zehn. Und damit gibt es wohl auch ein bisschen weniger sportliche "Langeweile" als in der vergangenen Saison.

Quelle: SZ, in: Schrobenhausener Zeitung vom 30.07.2021; Foto: M. Schalk

Plötzlicher Sinneswandel beim SV Hörzhausen

Meldung vom 15.02.21

Dominik Bichler wird in der Saison 2021/22 neuer Spielertrainer

Hörzhausen - Die Dinge beim SV Hörzhausen schienen schon längst geregelt zu sein: Nach dem Abgang von Alexander Gadzag im Winter zum TSV Kühbach übernahm nun Ferdinand Hofmann den Posten des Spielertrainers - und der Verein sowie der Ex-Mühlrieder hatten sich auch bereits über eine Ausdehnung ihrer Zusammenarbeit bis zum Saisonende 2021/22 geeinigt.

Bloß zu Letzterer kommt es jetzt doch nicht. Stattdessen präsentierte der SVH den Noch-Schiltberger Dominik Bichler als seinen neuen verantwortlichen Coach ab dem Sommer. Als dessen Assistent soll, so zumindest der aktuelle Stand, Routinier Georg Elbl fungieren.

Keine Frage, als Außenstehender muss man den Hörzhausener Sinneswandel auf den ersten Blick nicht wirklich verstehen - denn Hofmann hatte sich bislang beim derzeitigen Tabellenneunten der A-Klasse Aichach nichts zuschulden kommen lassen. Im Gegenteil: Schon seit dem vergangenen Jahr kickte er fleißig beim SVH mit - und versuchte bei seinem Vorgänger Gazdag so viel wie möglich zu lernen. "Nein, in Sachen Engagement können wir dem Ferdi wahrlich nichts vorwerfen", bestätigt dann auch Andreas Grepmair.

Jener 29-Jährige übernahm vor rund vier Monaten die Fußball-Abteilungsführung bei den Hörzhausenern, trat also die Nachfolge von Richard Fischer an. "Und in dieser Funktion muss ich eben schauen, was das Beste für den SVH ist", erklärt er: "Auch wenn das auf dem ersten Blick nicht immer angenehm ist". Womit wir eben beim völlig überraschenden Aus von Hofmann im Sommer 2021 wären - beziehungsweise vom völlig unerwarteten Abstandnehmen des Vereins von einer bereits fest getroffenen Vereinbarung mit dem 33-Jährigen. "Wir sind nun einfach der festen Überzeugung, dass uns das ,Gesamtpaket Bichler' in der kommenden Saison weiter hilft, als dies der Ferdi wohl tun würde. Deshalb kam nun eben der Entschluss zustande", so Grepmair.

Dass ihm das für Hofmann "total leid" tue, der 29-Jährige betont es immer wieder: "Ferdi ist ein absoluter Pfundskerl. Ihn von unserer Entscheidung gegen ihn zu unterrichten, war wohl eines der schwierigsten Gespräche überhaupt, die ich jemals führen musste. Und ja, ich kann ihn auch hundertprozentig verstehen, wenn er aktuell stinksauer auf uns ist. "

Bloß was hat Bichler, was Hofmann nicht hat? "Dominik war bereits vor ein paar Jahren unser Wunschkandidat für die Gazdag-Nachfolge gewesen - aber damals hatte er sich noch für einen Verbleib in Schiltberg entschieden", berichtet Grepmair. Trotzdem hätten sie in Hörzhausen nie aufgehört, den Werdegang des 26-jährigen Unterbernbachers zu verfolgen, der in seiner Nachwuchszeit ja bereits einige Saisons lang für den SVH gekickt hatte. "Er war also quasi schon mal einer von uns", so der Neu-Abteilungsleiter: "Zudem hat er sich inzwischen in Schiltberg sowie zuvor beim TSV Inchenhofen zu einem bärenstarken Kicker entwickelt. Wir wären doch dumm gewesen, wenn wir uns nun nicht um ihn bemüht hätten, nachdem er plötzlich wieder auf dem Trainermarkt war. "

Bichler war es vor wenigen Tagen ja ähnlich ergangen wie jetzt Hofmann: Eigentlich hatte er (ebenso wie sein Spielertrainerkollege Roman Redl) bereits eine Vereinbarung mit dem TSV Schiltberg getroffen, auch in der Saison 2021/22 in Amt und Würden bleiben zu dürfen - bis der Verein auf einmal die Brüder Kevin sowie Robin Streit aus der Bezirksliga Oberbayern Nord verpflichtete und von den vorherigen Absprachen Abstand nahm.

Also: Bichler stand für die kommende Saison plötzlich ohne Klub da. "Und als wir davon hörten, haben wir eben sofort mit ihm Kontakt aufgenommen", berichtet Grepmair. Aber nicht nur das. Beide Seiten wurden sich sogar ausgesprochen schnell einig - zur großen Freude des SVH. Sowie zum Pech von Hofmann.

"Ich kann es nur immer wieder betonen: Wir sind zu 100 Prozent sicher, dass wir nun die richtige Entscheidung getroffen haben - so bitter das für den Ferdi ist", so der Hörzhausener Abteilungsleiter. Dass sich er und sein Verein so ganz nebenbei erhoffen, dass Bichler auch den einen oder anderen Akteur zusätzlich anlockt - Grepmair möchte es nicht explizit dementieren ("Schaun mehr mal, was in nächster Zeit vielleicht noch passiert"). Und siehe da, der erste Neuzugang neben den Neu-Spielertrainer ist in der Tat schon in trockenen Tüchern: Julian Bichler heißt er, ist der Bruder von Dominik - und steht momentan noch für den Kreisklassisten TSV Inchenhofen zwischen den Pfo-sten. Keine Frage, der 21-Jährige wird dem SVH extrem gut tun, schließlich besitzen die Hörzhausener schon seit einiger Zeit ein handfestes Problem auf der Torwartposition.

Das scheint nun also ab dem Sommer gelöst zu sein. Aber nicht nur deswegen blickt Grepmair mehr denn je sehr zuversichtlich in die Zukunft. "Ich hoffe schon, dass wir in der kommenden A-Klassensaison mit oben im Klassement mitspielen werden", erklärt der 29-Jährige.

Quelle: Roland Kaufmann, in: Schrobenhausener Zeitung vom 15.02.2021; Foto: W. Baudrexl

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